Restfeuchte und Wassergehalt zuverlässig bestimmen
Ob thermogravimetrische Feuchtebestimmung oder wasserselektive Analyse: Wir helfen Ihnen, das passende Messverfahren für Ihr Material und Ihre Qualitätsanforderungen zu finden.


Restfeuchte oder Wassergehalt – welches Verfahren passt?
Die zuverlässige Bestimmung von Restfeuchte und Wassergehalt ist entscheidend für stabile Prozesse und eine gleichbleibende Produktqualität. Beide Verfahren unterscheiden sich jedoch im Messprinzip und in der Aussage des Ergebnisses.
Feuchtebestimmer – thermogravimetrisch
Die Probe wird gewogen, erhitzt und anschließend erneut gewogen. Der ermittelte Massenverlust wird als Feuchtegehalt ausgegeben und kann neben Wasser auch andere flüchtige Bestandteile umfassen.
HydroTracer – wasserselektiv
Der HydroTracer bestimmt niedrige Wassergehalte chemisch mit der Calciumhydrid-Methode. Das Verfahren reagiert selektiv auf Wasser und eignet sich besonders für Kunststoffe, Granulate, Pulver und Folien.
Typische Einsatzbereiche
Die passende Messmethode richtet sich nach dem Material, dem erwarteten Feuchtebereich und den Anforderungen Ihrer Qualitätskontrolle.
Kunststoffverarbeitung
Kontrolle von Granulaten, Rezyklaten, Pulvern und Folien vor der Verarbeitung.
Lebensmittel & Futtermittel
Prüfung von Feuchtegehalt, Trocknung und Haltbarkeit unterschiedlichster Produkte.
Chemie & Pharmazie
Überwachung feuchteempfindlicher Rohstoffe, Wirkstoffe, Pulver und Granulate.
Landwirtschaft
Analyse von Getreide, Saatgut, Futtermitteln und weiteren Naturprodukten.
Wareneingang & Qualitätskontrolle
Schnelle Überprüfung von Materialien, Lieferungen und festgelegten Grenzwerten.
Forschung & Entwicklung
Vergleich von Materialien, Trocknungsprogrammen und unterschiedlichen Prozessparametern.
Feuchtebestimmer und HydroTracer im direkten Vergleich
Bei der Auswahl eines Verfahrens zur Bestimmung von Restfeuchte und Wassergehalt sind Material, Messbereich und erforderliche Selektivität entscheidend. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Merkmal | Feuchtebestimmer | HydroTracer |
| Messprinzip | Thermogravimetrisch: Bestimmung des Massenverlusts beim Erhitzen | Chemisch und wasserselektiv mit der Calciumhydrid-Methode |
| Messergebnis | Feuchtegehalt beziehungsweise gesamter Massenverlust | Absoluter Wassergehalt |
| Selektivität | Andere flüchtige Bestandteile können das Ergebnis beeinflussen | Reagiert gezielt auf Wasser |
| Typische Proben | Lebensmittel, Futtermittel, Chemikalien und Naturprodukte | Kunststoffe, Granulate, Pulver, Folien und weitere Feststoffe |
| Besonders geeignet | Schnelle Routineprüfungen in Labor und Produktion | Niedrige Wassergehalte und anspruchsvolle Kunststoffanwendungen |
Häufige Fragen zur Feuchtebestimmung
Was ist der Unterschied zwischen Restfeuchte und Wassergehalt?
Bei der thermogravimetrischen Feuchtebestimmung wird der Massenverlust einer Probe beim Erhitzen gemessen. Dieser kann neben Wasser auch andere flüchtige Bestandteile enthalten. Der Wassergehalt bezeichnet dagegen ausschließlich das im Material enthaltene Wasser und kann mit einem wasserselektiven Verfahren wie dem HydroTracer bestimmt werden.
Wann ist ein Feuchtebestimmer die richtige Wahl?
Ein Feuchtebestimmer eignet sich für schnelle Routineprüfungen, bei denen der Feuchtegehalt oder die Trockenmasse eines Materials bestimmt werden soll. Typische Anwendungen finden sich in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie, Chemie, Landwirtschaft, Produktion und Qualitätskontrolle.
Wann eignet sich der HydroTracer?
Der HydroTracer eignet sich besonders, wenn niedrige Wassergehalte in Feststoffen selektiv bestimmt werden müssen. Typische Proben sind Kunststoffgranulate, Rezyklate, Pulver, Folien und Fasern. Ergebnisse können unter anderem in Prozent, ppm oder Milligramm Wasser ausgegeben werden.
Sie sind unsicher, welches Messverfahren passt?
Wir beraten Sie persönlich und unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Geräts für Ihr Material, den erwarteten Messbereich und Ihre Qualitätsanforderungen.
